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...man gönnt sich ja sonst nichts!

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Tauber-Zeitung vom 21.04.98

Wunderwelt im Bienenstock

Vertreterversammlung und Honigprämierung in Igersheim

 


Für seine fast unbezahlbaren Verdienste um den Jubelverein, überreichte Landesvorsitzender Anton Reck (links), dem seit 53 Jahren als Kassier tätigen Eugen Weidenmüller (Mitte) einen Bildband über die Imkerei. Mit dem Geehrten freut sich Vereinsvorsitzender Rainer Künder (rechts). FOTO: HABE

 

Sehr zufrieden zeigte sich Honig-Obfrau Hildegard Bergen (links) von der Qualität der prämierten Honige, rechts neben ihr Imker Franz Reiner, er erhielt den Ehrenpreis des Ministeriums für den ländlichen Raum. Über eine großzügige Spende durfte sich Bürgermeister Schaffert (rechts) freuen, dem Landesvorsitzender Anton Reck (2. v. rechts) die bewerteten Honigproben im Wert von ca. 2000 Mark zur karitativen Verwendung überließ. FOTO: HABE
 
Vor dem Hintergrund enormer und landesweiter Völkerausfälle im vergangenen Winterhalbjahr, hervorgerufen durch die Varroatose-Milbe, fand am Wochenende in der Mehrzweckhalle Igersheim der Württembergische Imkertag 1998 statt, verbunden mit der Vertreterversammlung des Landesverbandes Württembergischer Imker.

IGERSHEIM: Gleichzeitig feierte der gastgebende "Bezirksbienenzüchterverein Mittlere Tauber" sein l00jähriges Vereinsjubiläum. Das zweitätige Veranstaltungsprogramm beinhaltete eine umfassende Ausstellung rund um die Welt der Bienen, mit einem speziellen Bienenlehrpfad sowie einer bienenwirtschafitichen Fachausstellung.

Nach dem musikalischen Auftakt durch den Historischen Deutschorden-Spielmannszug Bad Mergentheim und der Begrüßung durch den Landesvorsitzenden Anton Reck, gab Bürgermeister Manfred Schaffert in seinen Grußworten seiner Freude Ausdruck, daß man Igersheim zum Tagungsort des Württembergischen Imkertages 1998 und der 100-Jahr-Feier des Bezirksbienenzüchtervereins Mittlere Tauber gewählt habe.

In Igersheim wisse man die im Interesse der Allgemeinheit liegende Tätigkeit der Imker durchaus zu schätzen, weshalb man gerne als Gastgeber fungiere. Die Arbeit des Imkers, die perfekte Partnerschaft zwischen Biene und Pflanze zu erhalten und zu pflegen, sei unverzichtbar und verdiene Respekt und Anerkennung.

Wer die Imkerei erfolgreich betreiben wolle, müsse sich mit der Natur verbunden fühlen, ein Gespür für ökologische Zusammenhänge entwickeln und die Wunderwelt im Bienenstock verstehen und schätzen lernen.

Nachdem sich die Imker Ende der 80er und Anfang der 90er Jahre von den Varroatose-Einbrüchen erholt hätten, so Landesvorsitzender Anton Reck, stelle man seit 1994 erneut jährliche Rückgänge und Verluste im einstelligen Prozentbereich fest. Aber schon im Herbst 1997 habe sich die Situation wesentlich verschärft, mit dem bedauerlichen vorläufigen Ne gativ-Höhepunkt im letzten Winterhalbjahr.

Dies bedeute für den Landesverband höchste Alarmstufe, denn er werde zweifellos Mitglieder verlieren. Insbesondere altgediente Imker lassen sich durch anhaltende Rückschläge (Verlust ihrer Bestände) entmutigen und geben die Bienenhaltung auf.

Vorstand und Vertreterversammlung hatten sich mit der Problematik auseinander gesetzt und versuchten dieser Entwicklung durch geeignete Maßnahmen entgegen zu wirken. Dazu gehöre auch neue Interessenten zu finden, die mit Unterstützung des Verbandes - der dafür beträchtliche Mittel freisetzt - an die Bienenzucht herangeführt werden sollen.

Auch das Land Baden-Württemberg, in Abstimmung mit den Behörden in Brüssel, unterstütze mittlerweile durch Bereitstellung von Mitteln die Bienenzucht.

Behandelt wurde in der Vertreterversammlung auch der Antrag, die noch getrennten Verbände in Baden und Württemberg zusammen zu führen. Das Abstimmungsergebnis ergab ein eindeutiges Votum für den Zusammenschluß. Ob aber das Signal aus Igersheim in badischen Landen Wiederhall finde, müsse man abwarten, so Anton Reck. Die Verantwortlichen auf württembergischer Seite hätten jedenfalls deutlich gemacht, daß die Bereitschaft zum Zusammen schluß besteht.

Einer der Höhepunkt des zweiten Tages war neben dem Vortrag von Bienenzuchtberater Werner Gekeler über "Erfüllte Freizeit am Bienenstand", die mit Spannung erwartete Bekanntgabe der Preisträger der Honigprämierung 1998, durch die Honig-Obfrau des Landesverbandes Hildegard Bergen. Sie stellte eingangs fest, daß etwa nur ein Drittel der vor zwei Jahren eingesandten Honiglose zur Bewertung anstanden.

Angemeldet hatten sich zunächst 78 Imker mit 108 Honiglosen, tatsächlich teilgenommen haben dann 63 lmker mit 85 Losen, davon mußten 13 wegen verschiedener Mängel ausgeschlossen werden. Die Laboruntersuchungen wurden wieder in der Landesanstalt für Bienenkunde vorgenommen, Bewertungskriterien waren u. a. die Konstistenz der Honige, deren Aufmachung und Sauberkeit, wobei kleinere Mängel zugunsten der Imker behandelt wurden.

Insgesamt sei das Ergebnis der Prämierung sehr erfreulich und die Leistungen der Imker anerkennenswert, was sich in der sehr hohen Zahl von 1a-Preisen niederschlug.

21 Honiglose wurden mit dem 1a-Preis ausgezeichnet, 28 Lose erreichten die Preisklasse 1 und 26 Lose die Preisklasse 2. Zu erwähnen ist dabei, daß häufig nicht die Qualität zur Einstufung in eine niedrigere Preisklasse führte, sondern einfach die Aufmachung.

Alle Preisträger erhielten je eine Urkunde. Die fünf Besten, Franz Reiner (Herbertingen) - er konnte auch den Ehrenpreis des Ministeriums für den ländlichen Raum entgegennehmen -, Markus und Johann Mauz (Hettingen), Karl Mennig (Bad Wurzach), Gerhard Disam (Schwäbisch Gmünd) und Wilfried Hauser (Denkingen), bekamen zusätzlich Sachpreise. Für die Prämierungsteilnehmer waren die eingesandten Honigproben traditionsgemäß verloren; Landesvorsitzender Anton Reck stellte sie Bürgermeister Schaffert zur Verfügung, der die 240 Gläser im Gesamtwert von ca. 2 000 Mark den Igersheimer Kindergärten und Schulen zukommen lassen wird.

Auszug aus der
Tauber-Zeitung
Ledermarkt 8
97980 Bad Mergentheim